Jobcenter Ulm und Alb-Donau-Kreis

Veröffentlicht von ANONYM am 07.05.2013

Die Jobcenter brauchen devote *Fälle* die brav zu allem ja und Amen sagen. Wer sich wehrt wird fürderhin Schikaniert, erlebe ich gerade selber....

Alles begann letzten Sommer mit einer völlig Ungerechtfertigten Sanktion gegen die Tochter meiner Freundin. Der Widerspruch wurde, wie so üblich, Abgeschmettert. Also Sozialgericht. Nach 5 Minuten war die Verhandlung vorbei weil die Richterin sofort feststellte: die Sanktion ist schon rein Formal gar nicht zulässig.

Als Reaktion bekam meine Freundin - ich war an dem Morgen leider zufällig auch da - der Ermittlungsdienst um zu schauen, ob wir nicht zusammenleben würden was im Übrigen NICHT der Fall ist. Obwohl ich von dem Laden schon so einiges gewöhnt bin waren wir dummerweise der Meinung: am besten Kooperation, wir haben ja eh nix zu verbergen. HEUTE würde ich den ... nur noch erlauben, frei zu wählen wie sie die Treppe wieder runter wollen: *trapp-trapp* oder *Holterdipolter* denn man ist eh nicht Verpflichtet sie reinzulassen. Worüber sie einen aber nicht Aufklären, nur so Nebenbei, obwohl sie die Pflicht dazu hätten.

Soweit so gut. Ein paar Wochen später bekam meine Freundin einen neuen Bescheid. Da sie mit einem Herrn, dessen Namen trotz 2-maligen Buchstabierens falsch geschrieben war - nämlich mir - in einer *Verantwortungs- und Einstehungsgemeinschaft* lebt bekommt sie nur noch den Regelsatz für Partner und der Alleinerziehendenzuschlag wird auch gestrichen, macht Monatlich 70,- € weniger. Wir sprachen sofort persönlich bei den Idioten vor und landeten bei einer Teamleiterin, Frau A. Frau A. erklärte uns sofort in einer völlig Arroganten Art, was wir denn wollten, das stimme ja wohl. Der Ermittlungsdienst sei auch mehrfach bei MIR gewesen und hätte mich nie Angetroffen. Wie er das gemacht hat obwohl er nicht mal meinen korrekten Namen wußte - s.o. - ist mir bis heute Schleierhaft. Aber die Vertreterin einer deutschen Behörde wird ja wohl kaum lügen... Sogar wenn das stimmen würde, was ich schwer bezweifle: auch als ALG-II-Empfänger bin ich nicht verpflichtet, den ganzen Tag RTL II zu schauen. Es wurde uns noch Vorgehalten, das wir eine gemeinsame Kasse hätten. Komisch: dem Ermittlungsdienst haben wir auf Nachfrage das genaue Gegenteil, nämlich getrennte Kassen angegeben. Mich würde eh interessieren, was in deren Bericht noch für Unsinn steht. Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurde Frau A. immer beleidigender - was zu einer, wenn auch wie üblich Sinnlosen, Dienstaufsichtsbeschwerde und einer Strafanzeige durch mich führte, deren Ergebnis ist noch offen aber ich erwarte auch da nicht viel... Da ich verständlicherweise im Verlauf des Gesprächs auch lauter, nicht aber Ausfallender, wurde kam noch ihre Drohung, das auch gegen MICH Maßnahmen ergriffen werden könnten.

Da sie nun ja meinen richtigen Namen und meinen Wohnort hatte folgten die dann auch. Am nächsten 1. wartete ich vergeblich auf mein Geld. Der zweite war ein Freitag und kaum versucht man es drei Stunden Pausenlos bekommt man endlich jemanden ans Rohr. Leider konnte mir die Tussi nur sagen, das auf meinen Leistungen eine Auszahlungssperre liegt, mehr nicht. Allerdings konnte ich mir den Grund schon denken. Am Montag also persönlich dorthin und siehe da, ich hatte mit einem HERRN A. zu tun. Dieser klärte mich auf das ja erst mal geklärt werden müsse, ob ich noch in meiner Wohung leben würde. Auch wenn er die ganze Zeit versuchte mich zu provozieren schaffte er es zu seinem Bedauern nicht - wenn ich mich nicht Provozieren lassen will schafft man das nicht - und es endete damit, das ich eine Eidesstattliche Versicherung abgeben mußte, das meine Freundin und ich mitnichten zusammenleben würden und schon konnte ich meine Hilfe zum Lebensunterhalt in bar mitnehmen und meine Kosten der Unterkunft wurden überwiesen. Meine Vermutung geht dahin, das er, falls der Bescheid an meine Freundin rechtskräftig werden sollte - ist er nämlich noch nicht, steckt noch im Widerspruchsverfahren fest, man hat ja Zeit und da so ein Widerspruch keine aufschiebende Wirkung hat kann man sich bequem zurücklehnen, ist ja nur der Betroffene, der finanziell NOCH mehr auf dem Zahnfleisch daherkommt um dann wegen einer falschen EV Maßnahmen zu ergreifen. So wird dann mal kurz aus Unrecht Recht gemacht. Natürlich quittierte ich dieses Vorgehen mit diversen Dienstaufsichtsbeschwerden. Ebenfalls sinnlos obwohl mit der Auszahlungssperre gegen geltendes Recht verstoßen wurde: da diese erst am 1. ausgesprochen wurde, das Geld aber schon einen Tag früher hätte Angewiesen werden müssen ist das ein nach BSG-Urteil Nachträglicher und damit Unzulässiger Bescheid.

Aktuell warte ich heute, zwei Monate später, schon wieder auf mein Geld. Mein Bewilligungszeitraum lief aus, ich habe den Antrag auf Weiterbewilligung rechtzeitig abgegeben aber am - man höre und staune - 2. Mai stellte man fest, das Angeblich Unterlagen fehlen würden. Faszinierend ist für mich eh, das so ein Brief bei uns etwa eine Woche braucht bis er im Briefkasten landet, hab die *Unterlagenanforderung* bis heute noch nicht. Gestern war ich mal wieder bei den Freunden und weil meine Freundin und ich uns angewöhnt haben, nur noch zu zweit dort hinzugehen zwechs Zeugen konnte ich das mit ein paar Brüllern und einem Schlag mit dem Tisch schnell klären. Die Unterlagen sind selbstverständlich alle da und mir wurde gestern Zugesichert, das dass Geld sofort überwiesen würde. Leider war es bis heute früh noch nicht auf meinem Konto, ich versuche seit fast drei Stunden Non-Stop das Jobcenter zu erreichen - natürlich ohne Erfolg, geht nur der AB ran und denke, ich muß wohl gleich NOCH mal dahin... Und die nächsten Dienstaufsichtsbeschwerden kann ich heute Nachmittag machen, reicht auch noch. Wie gesagt: die bringen nichts aber bereiten denen wenigstens etwas Ärger.