Rückzahlungsaufforderung

Veröffentlicht von ANONYM am 29.05.2013

Ich bin alleinerziehende Mutter von zwei Kindern.

Im Jahre 2011 musste ich mit meinen zwei Kindern gemeinsam in ein Frauenhaus ziehen. Die Miete dort betrug 200 € im Monat (Nebenkosten inklusive).

Ich erhielt kein Kindergeld, ebenfalls kein Elterngeld. Das Jobcenter vor Ort bewilligte mit Hinblick auf die Unterhaltsleistungen des Vaters (laut Unterhaltsvereinbarung 230 €) 500 € Gesamtbedarf, demnach blieben mir 300 € zum Leben und Einkaufen.

Nun kam es so, dass dieses Jobcenter einen Einkommensnachweis vom Vater einforderte, um gegebenenfalls die Leistungen anzupassen (die bereits weit unter dem gesetzlichen Minimum lagen!). Dieser kam der Aufforderung nicht nach. Dies führte nun dazu, dass dieses Jobcenter von mir eine Rückforderung in Höhe von 900 € zukommen ließ und dieses Anliegen noch vor Ablauf meiner Widerspruchsfrist bereits an die Einzugsstelle des Zoll übergab.
Aber nicht nur das: ferner fordern sie eine Nachzahlung von 800 € Unterhalt monatlich vom Vater, welche er an das Jobcenter zu bezahlen hätte (wir wollen an dieser Stelle mal rechnen: 800 € Unterhalt ans Jobcenter, 500 € bzw. 0 € vom Jobcenter an die Mutter, da stimmt doch was nicht, dabei kann das Jobcenter nur den Zweck verfolgen sich zu bereichern).

Ich bin inzwischen in Privatinsolvenz gegangen, werde diese Nachforderung also nicht begleichen. Wie das seitens des Vaters aussieht, weiß ich nicht.

Im Frauenhaus haben sie mir gesagt, dass ich Glück habe, dass meine Kinder einbezogen werden, denn diese Einrichtungen bekommen keine staatlichen Zuschüsse für Kinder. Das bedeutet auch, dass die 200 € Miete nur meine Miete war, für die Kinder wurden 0 € bewilligt. Jedes Kind im Frauenhaus ist ein belegtes Bett, verbrauchtes Wasser und Gas-/Stromkosten, für die die Frauenhäuser nicht entschädigt werden...